Davos ist nicht nur ein angesehener Kur- und Erholungsort, sondern auch für seine Events bekannt. Üblich finden schäbige Veranstaltungen wie das WEF statt. Doch dieses Jahr stand die Hauptversammlung der Wanderhuren auf dem Programm. Ein Event der Extraklasse. In Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee und der Polizei wurden so die Wanderberühmtheiten zum Fusse der Rinerhorn-Bergbahn eskortiert.

Dort angekommen zeichnete sich schnell eine Zweiklassengesellschaft ab. Die eine Gruppe bestand aus durchtrainierten, attraktiven jungen Leuten, welche förmlich vor Energie und Tatendrang protzten. Gruppe 2 war das pure Gegenteil. Blasse Gestalten, gezeichnet von Krankheiten, Säuchen, Schlafmangel und Alkoholexzessen, standen da wie in einem schlecht inszenierten Horrorfilm. Während sich die erste Gruppe ins Abenteuer stürzte und heroisch von statten marschierten, nahmen die wandelnden Leichen die Bergbahn nach Oben und nutzten die Zeit um das Hostel für die Ankunft der Wanderer entsprechend einzurichten.

Auf der Wanderung kam man mit der Steigung gut zurecht. Man merkte, dass da ordentlich Kick in den «Wädli» vorhanden ist. Im Teilnehmerfeld befanden sich auch einige Spitzenathleten wie u.a.

  • Nätu, 2x Schweizermeister im Bodybuilding (mit Stereoiden)
  • Tröpflichris, 2. Rang Paralympic im Eiskunstlauf
  • Dominik Glaus, Weltcupgewinner in Tuchakrobatik Kategorie Mädchen U23
  • Nadine Geiger, 1. Rang in 10m Luftgewehrschiessen.

So genoss man die Natur und näherte sich immer mehr dem Endpunkt. Im Hostel angekommen gönnte man sich ein wohlverdientes Erfrischungsgetränk. Weiter konnten es die Jungs nicht lassen, ein gemeinsames Dampfbad zu nehmen, um dort tiefgründige Gespräche bei einer Tasse Schwarztee zu führen.

So stand bereits das Abendessen auf dem Programm, wo für einmal sogar Corina anwesend war. Leider wurde die gute Stimmung durch einen Zwischenfall getrübt. L.Schellenberger (Name der Red. geändert) hatte sich gottsjämmerlich einen hinter die Rüstung geballert, dass er nicht einmal mehr im Stande war an der Hauptversammlung teilzunehmen… Gute Besserung an dieser Stelle.

Nichtsdestotrotz führte der Präsident die Anwesenden gekonnt, als hätte er noch nie was anderes gemacht, durch die erste Offizielle Versammlung. Zu guter Letzt hielt Will eine hübsche Rede, bevor es dann auch für ihn ins Bett ging. Die jüngeren Teilnehmer genossen weiterhin den Abend. In Pandemiezeiten ist ein Konzept unerlässlich und so wurde bei den Wanderhuren das bekannte «GGG» Prinzip angewendet: gejohlt, getanzt und gesoffen. Kurz zusammengefasst wurde das Konzept von den meisten Teilnehmenden tadellos umgesetzt.

Während am nächsten Tag die Frühaufsteher (Mattia, Martina und Jeanne) das Schlachtfeld beseitigten und alles wieder auf Hochglanz polierten, warteten die anderen Teilnehmer gekonnt in ihren Betten bis die Arbeit erledigt wurde, um sich dann aufs Frühstücksbüffet zu stürzen. So endete ein weiteres legendäres Wochenende mit den Huren.

Text: Mike Hafner


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